Kindertag im Kleingartenverein "Schafgarbe" e. V. Neubrandenburg

Nach einigen Jahren des "Nichtstattfindens" endlich wieder ein Fest für unsere Kinder. Durch die Einladungen in unseren Schaukästen und auch durch persönliche Rücksprachen, meldeten sich 14 Kinder zum Fest. Dank der Organisatoren, wie Regine Stieger, Denise Dugall und Heidrun Stach, konnte das Fest am Samstag, dem 3. Juni im Vereinsgarten stattfinden.

Unsere drei Männer halfen uns bei den Vorbereitungen. Verschiedene Spielgeräte wurden besorgt, ein leckerer bunter Kuchen kam von der Gartenfreundin Christiane Müller, Getränke standen bereit und bunte Wimpelketten und Luftballons schmückten den Vereinsgarten.

Bei verschiedenen Spielen, wie z.B. Sackhüpfen, Eierlaufen und Büchsenwerfen verging die Zeit sehr schnell. Das Drehen am Glücksrad - natürlich gab es kleine, aber großartige Preise zu gewinnen - war für alle Kinder etwas ganz Besonderes. Den Abschluss des Kinderfestes bildete das Abbacken des Knüppel-


kuchens an der Feuerschale. Natürlich stand eine erwachsene Person als Aufsicht dabei.

Der Dank des Vereinsvorstandes gilt nicht nur den Organisatoren, sondern auch der "Mutter und Kind Apotheke" am Reitbahnsee für die bereitgestellten Geschenke. Mit einem persönlichen Schreiben hat sich der Vorstand bei dem Team der Apotheke bedankt.

Heidrun Stach, Vereinsmitglied des KGV "Schafgarbe" e. V. in Neubrandenburg, Gartenfreund 09/23


Summ, summ, summ, Bienchen summ herum!

Ganz schön viel los am Pfingstsamstag im Kleingartenverein "Seerose" e. V. in Neubrandenburg. Gartenfreundin Vivien S. kam mit ihren Kindern am Nachmittag in den Garten, um zu gärtnern und sich zu erholen. Daraus wurde nichts, als es laut und dunkel am Himmel wurde. Ein Bienenvolk war im Anmarsch und hängte sich an den Ast ihres Apfelbaumes.

Die Kinder erstmal in Sicherheit gebracht, rief sie bei der Feuerwehr an und bat um Hilfe. Diese verwies auf Hilfe durch einen ortsansässigen Imker. Im Internet fand sie gemeinsam mit Gartenfreundin Stephanie H. den Imker Uwe Reinhardt. Schnell machte er sich auf den Weg in den Kleingartenverein. Dort angekommen, entdeckte er nicht nur das Bienenvolk, sondern auch einige schaulustige Gartenfreunde, die jedoch gebührend Abstand hielten.
Der Imker besprühte die Schwarmtraube von allen Seiten mit Wasser. Das bewirkt, dass sich die Bienen zusammenziehen und nicht so schnell wegfliegen, so Imker Reinhardt. Die mitgebrachte Auffangkiste unter den Ast gestellt und gegen den Ast geschlagen, fielen die Bienen in die Kiste. Mit dem Bienenbesen half der Imker, dass viele weitere Bienen den Weg zu ihrer Königin fanden.
Nach getaner Arbeit hatte der Imker noch Zeit für einige Fragen, die er gerne beantwortete. Wie Imker Reinhardt schätzte, hingen ca. 5000 Bienen am Ast. Die Königin mit den Arbeiterbienen machte sich wohl auf den Weg ein neues Wabennest aufzubauen, weil sich in ihrem alten Zuhause eine neue Königin gebildet hatte.


Der Apfelbaum sei nur ein Zwischenstopp gewesen, erklärte der Imker. Weiterhin erzählt er, dass in der heutigen Zeit Bienenvölker ohne die Unterstützung von Imkern den Winter nicht überleben würden. Schuld seien die Varroamilben, die als Parasiten an Honigbienen leben.
Paul H., Sohn einer Gartenfreundin war mächtig begeistert und durfte sogar gemeinsam mit dem Imker die Bienen berühren. Interessiert erkundigte er sich, ob man eine Ausbildung zum Imker machen kann. Eine reguläre Ausbildung zum Tierwirt, Fachrichtung Imkerei dauert drei Jahre. Allerdings so Imker Uwe Reinhardt, wird die Imkerei meistens hobbymäßig betrieben.
Nach einer guten halben Stunde mit den Honigbienen im Auto, fragten wir, ob er ein Honiggläschen an Bord hat. Leider nein, sagte er. Aber am Bienenstand in Fritscheshof bei Neubrandenburg kann man seinen produzierten Honig käuflich erwerben. Ein herzliches Dankeschön an Uwe Reinhardt für die schnelle Hilfe.

Anja Bütow, Vorsitzende des Kleingartenvereins "Seerose" e. V., Neubrandenburg, Gartenfreund 08/23


Erfahrungsaustausch

Im Oktober 2022 besuchte Manfred Schmidt, Vorsitzender des Kleingartenvereins "Sonnenschein" e.V. Malchin die Kleingartenanlage "Broda" e.V. in Neubrandenburg. Aufmerksam wurde er durch einen Artikel in der Zeitschrift "Der Gartenfreund", in dem über die Aktivitäten, insbesondere über die Zusammenarbeit mit der Kita "Maja und Willi" in der Neubrandenburger Seestraße berichtet wurden.

Mitte März machten sich Cornelia Kuhnt, Gartenfreundin des Kleingartenanlage "Broda" e.V. und Sven Scheunemann, Mitarbeiter des Regionalverbandes Mecklenburg/Strelitz-Neubrandenburg e. V. auf den Weg und besichtigten den Kleingartenverein "Sonnenschein" e. V. Malchin. Es wurde unter anderem besprochen wie leerstehende Gärten in einen wertvollen Nährboden für Flora und Fauna umgewandelt werden können. Dabei ging es hauptsächlich um zwei unbewirtschaftete Gärten, die immer wieder "unter Wasser" stehen. Manfred Schmidt kann sich vorstellen, besagte Gärten auszubaggern und so einen Teich entstehen zu lassen. Außerdem könne man eine Blühwiese, die sich jedes Jahr neu sät, und Beete mit winterharten Stauden anlegen. Eine solche Anlage bedarf selbstverständlich Hilfe durch Gartenfreunde. Schließlich müssten Teich und Pflanzen regelmäßig gepflegt werden. Ziel sollte sein, einen Nutzen für Mensch und Tier zu schaffen.

So wie im Naturgarten der Kleingartenanlage "Broda" e. V., der engen Kontakt mit der Kita "Maja und Willi" pflegt. Im Jahr 2022 wurden durch viele fleißige Hände zwei Hochbeete errichtet. Die Kinder der Kita pflanzten selbst gezogene Erdbeerpflanzen. Unterstützt wurde das Projekt mit einer Spende der Bürgerinitiative "Leben im Reitbahnweg" e. V. Ebenso freut sich der Naturgarten, der seit 2019 die "Natur im Garten"-Gartenplakette trägt, über kleine Geld- und Sachspenden. So stellt seit einigen Jahren der Gartenfreund Lange einen Geldbetrag in Höhe von 100 Euro zur Anschaffung von Materialien zur Verfügung.

Über einen Brief mit Blumen- und Gemüsesamen der Intitiative "Natur im Garten" in diesem Jahr freuten sich nicht nur die Kinder der Kita "Maja und Willi". Für solche Überraschungen sei man im Verein herzlich dankbar. Gemeinsam mit den Kita-Gärtnern wurden die Zucchini-, Gurken-, Paprika- und Mais-Samen in kleinen Töpfchen ausgesät. Tag für Tag können sie nun deren Wachstum beobachten. So lernen die Kinder nicht nur wie verschiedenes Obst und Gemüse angebaut wird, sondern auch die Natur wertzuschätzen.


Gemeinschaftliche Projekte fördern das Zusammentreffen verschiedener Menschen, die sich gemeinsam für den Schutz und den Erhalt der Natur einsetzen. Dies ist zugleich kostbar für den Bestand und die Weiterentwicklung der Kleingartenanlagen in unserem Land.

Kleingartenverein "Sonnenschein" e. V. Malchin - Kleingartenanlage "Broda" e. V. in Neubrandenburg


Broda: Hochbeete für Kitakinder

"Der tanzt ja richtig", sind die Steppkes begeistert, als der lange Ast mit einigen Drehungen und viel Lärm im Häcksler verschwindet. Auf dem Weg in den Naturgarten des Kleingartenvereins Broda hatte der erste Frost des Jahres noch die ganze Aufmerksamkeit der Mädchen und Jungen aus der nahe gelegenen Integrativen Kindertagesstätte "Maja und Willi" auf sich gezogen, jetzt stehen sie brav Schlange, um unter der fachkundigen Anleitung von Cornelia Kuhnt ganz vorsichtig Gartenabfälle für die neuen Hochbeete zu schreddern. Dank einer Zuwendung der Stiftung für Ehrenamt und bürger-

Die Kinder der Integrativen Kita "Maja und Willi" bereiten mit Cornelia Kuhnt (Mitte) im Naturgarten ein Hochbeet vor.

FOTO: MIRKO HERTRICH

schaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 600 Euro und der tatkräftigen Mithilfe der Kolpingstiftung bekommen Cornelia Kuhnt und ihre Mitstreiter im liebevoll gepflegten Naturgarten endlich die lang ersehnten Hochbeete. "Die Beantragung ging schnell und ziemlich unbürokratisch", lobt die passionierte Freizeitgärtnerin, die schon seit Längerem eng mit der Kita in Broda kooperiert. Zwei Hochbeete hat sich Cornelia Kuhnt gewünscht, weil die Kita-Kinder sonst oft im Beet auf die Zwiebeln getrampelt sind, die sie gemeinsam mit den Kleinen nach einer Empfehlung von "Natur im Garten" zusammen mit Erdbeeren gepflanzt hat.


Die Zwiebeln sollen künftig im Hochbeet in die Mitte kommen und Schädlinge fernhalten. Die etwa 20 Erdbeerpflanzen aus dem eigenen Garten werden außen gesetzt, damit die Mädchen und Jungen sie pflegen und die roten Früchte ernten können. Die sollen sie sich schmecken lassen wie den Kräutertee aus dem eigenen Anbau in ihrer Kita des Behindertenverbands Neubrandenburg in der Seestraße. "Die Kinder sind immer begeistert, wenn wir hier hingehen", schwärmt ihre Erzieherin, während ein kleines Mädchen mit den Worten "Ich will auch mal" bestimmt ihren Teil an der Gartenarbeit einfordert.

Mirko Hertrich, Broda: Hochbeete für Kitakinder, nordkurier, 27.10.2022, S. 16


Was tun, wenn Gärten nicht mehr genutzt werden?

Auch in unserem Kleingartenverein „Papageienberg“ Burg Stargard e.V. liegen Gärten seit einigen Jahren brach. Reste von Lauben, Terrassen und Wegbegrenzungen sowie Müllablagerungen sind unerwünschte Hinterlassenschaften. Nicht nur wir als Gartenpächter, auch unsere Besucher ärgern sich über diesen unschönen Anblick. Also galt es zu handeln – aber wie? Trotz Gartennachfragen gab es für diese Freiflächen keine Interessenten.

Dann hatte der Vorstand eine Idee. Wir schaffen auf dem Territorium eine Obststreuwiese mit teilweise alten Obstsorten und -sträuchern. Aber wie sollten wir das als kleiner Gartenverein finanzieren? Guter Rat war gefragt. Fördermittel mussten beschafft werden.


Unsere rührige Vorsitzende, Heike Kuhnert, stellte beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte einen Antrag auf Zuwendung. Dieser wurde bewilligt und so konnte unser Vorhaben mit Hilfe der europäischen Initiative für den ländlichen Raum LEADER realisiert werden. Auch der Bürgermeister von Burg Stargard unterstützte unser Vorhaben. Mit den ortsansässigen Unternehmen Garten- und Landschaftsbau Peter Uthmann und dem Obstbau Mario Henneberg wurde ein Projekt zur Beräumung der Flächen und zur anschließenden Bepflanzung erstellt. Zügig ging es dann gleich im Frühjahr los. Und dennoch, ganz so einfach war es dann auch wieder nicht – unvorhersehbare Situationen mussten bewältigt werden, z.B. die Spritpreissteigerung. Auch der sehr trockene Sommer spielte eine große Rolle. Die Obstbäume mussten ständig gewässert werden. Das Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen. Neben dem schönen Anblick ist auch ein Nutzen nicht nur für die Gartenfreunde gegeben. In ein paar Jahren kann jeder, der es möchte, im Herbst echtes Bio-Obst bei uns im Kleingartenverein probieren. Übrigens: Sollte es im Winter schneien, kann von dem angelegten Hang gerodelt werden.

Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Sponsoren für die gute Zusammenarbeit und Hilfe. Vielleicht haben wir mit unserer Initiative Ihnen eine Anregung für Ihre Gartenanlage geben können. Freuen würden wir uns darüber.

Bärbel Scholz, Kleingartenverein „Papageienberg“ e.V., Burg Stargard, 18.10.2022